Künstlerinnen in Museen

Künstlerinnen in Museen

Ankaufspolitik von öffentlichen Museen und Kunstsammlungen

Isa Genzken, Rose

Auch in Nordrhein-Westfalen, in dem Bundesland, in dem die zeitgenössische Kunst eine besonders hohe Aufmerksamkeit erfährt, ist weiterhin festzustellen, dass immer noch viel weniger Kunstwerke von Künstlerinnen als von Künstlern angekauft werden.

In den Jahren 2009-2011 betrug der Frauenanteil bei den Kunstankäufen, die das Land getätigt hatte 37%, der Frauenanteil bei Ankäufen von Museen, die vom Land gefördert  wurden, sogar nur 28%.  Bei Einzelausstellungen in vom Land geförderten Museen lag der Anteil der Künstlerinnen bei 22%, bei Gruppenausstellungen war der Anteil mit 32% geringfügig höher. – Zu diesen Ergebnissen kam die vom Frauenkulturbüro NRW e.V. beauftragte Studie „Frauen in Kunst und Kultur“, die von Heiner Barz und Meral Cerci (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) erstellt wurde.

Der Jour Fixe, zu dem das Frauenkulturbüro NRW im November 1015 einlud, stand deshalb unter dem Titel „Braucht die Kunst von Frauen in nordrhein-westfälischen Museen eine Quote?“ Die Anregungen und Überlegungen, die in dieser Runde von Expertinnen und Experten entstanden, haben eine weitere Diskussion und Vertiefung verdient. In der nächsten Zeit werden wir deshalb an dieser Stelle in verschiedenen Beiträgen sukzessive der Frage nachgehen, wie sich eine Repräsentanz des weiblichen Kunstschaffens in den Museen und Sammlungen nachhaltig verbessern lässt.


Braucht die Kunst von Frauen in nordrhein-westfälischen Museen eine Quote?

Gesprächsrunde im Museum Kunstpalast Düsseldorf am 10. November 2015 

 

Teilnehmer/innen der Runde

– Barbara Til (Stellv. Sammlungsleiterin Stiftung Museum Kunstpalast)
– Dr. Doris Krystof (Kunstsammlung NRW)
– Katia Baudin (Direktorin Kaiser-Wilhelm Museum Krefeld)
– Dr. Beate Reese (Leiterin Kunstmuseum Mülheim a.d.Ruhr)
– Dr. Gudrun Bott (Künstl. Leitung Schloss Ringenberg)
– Friederike van Duiven (BBK Landesverband NRW)
– Marianne Pitzen (Direktorin Frauenmuseum Bonn)
– Mischa Kuball (Konzeptkünstler und Professor für Medienkunst, KHM)
– Dr. Karin Lingl (Künstlerarchiv Brauweiler/Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds)
– Ulrike Kessing (LVR Rheinland, Strategische Steuerung)
– Susanne Düwel (MFKJKS)
– Dr. Ruth Seidl (MdL, Vors. FKB)
– Ulrike Minkenberg (Vorstand FKB)
– Ursula Theißen (FKB)
– Rita Thies (Veranstaltungsmanagement)
– Norma Werbeck (Mitschrift)
Moderation: Dr. Renate Petzinger, Wiesbaden