„Mit anderen Worten“ – Lesung mit Schriftstellerinnen im Exil

„Mit anderen Worten“ – Lesungen mit geflüchteten Autorinnen 

Niederrheinisches Literaturhaus Krefeld: Lina Atfah, Rasha Habbal und Widad Salloum lesen am Dienstag, 28. November, um 19.30 Uhr

Mit anderen Worten – Geflüchtete Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum lesen im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld / Kooperation mit dem Frauenkulturbüro NRW e.V.

Weiterschreiben im deutschen Exil, das bedeutet für Autorinnen, die aus dem arabischen Sprachraum geflüchtete sind, eine mehrfache Herausforderung: Nicht nur, dass die Einordnung als „Flüchtlinge“ den Blick auf die Künstlerinnen verstellt, sie sind auch ihrem Werkzeug, ihrer Sprache, beraubt und müssen das Deutsche erst mühsam lernen. Damit sie für ihre Arbeiten ein Publikum in Deutschland finden können, brauchen sie Übersetzungen.  
Ein wichtiger Beitrag dazu ist die vom Frauenkulturbüro NRW e.V. herausgegebene Anthologie „Mit anderen Worten“. Sie stellt Prosa und Lyrik von sechs exilierten Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum auf Deutsch vor. Stellvertretend für alle Autorinnen lesen daraus Lina Atfah, Rasha Habbal und Widad Salloum am Dienstag, 28. November, um 19.30 Uhr im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld, Gutenbergstraße 21. Kooperationspartner ist das Frauenkulturbüro NRW e.V. Moderiert wird die Lesung von Rita Thies und Übersetzerin Larissa Bender. Der Eintritt zur Lesung kostet sieben, ermäßigt fünf Euro.

Da der Platz im Saal des Niederrheinischen Literaturhauses Krefeld begrenzt ist, wird um Kartenreservierung gebeten bei anette.ostrowski@krefeld.de. Das Niederrheinische Literaturhaus Krefeld ist eine Einrichtung des städtischen Kulturbüros.

Die Anthologie vereint Texte von Najet Adouani, Rasha Habbal, Widad Nabi, Lina Atfah, Widad Salloum und Khawla Dunia. Buch und Lesungen sind Ergebnisse des Symposiums „Ohne Worte? Zur Situation geflüchteter Autorinnen“, das Ende 2016 auf Einladung des Frauenkulturbüros NRW e.V. und des Literaturhauses Köln e.V. in Köln stattfand. Im Mittelpunkt stand die Situation geflüchteter Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum.


Mit anderen Worten. Schreiben im Exil

Dokumentation und Anthologie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Einladung des Frauenkulturbüros NRW und des Literaturhauses Köln trafen sich Ende 2016 Expert*innen und geflüchtete Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum zu einem fachlichen Austausch, u.a. um herauszufinden, was mit Autorinnen geschieht, die gezwungen waren, ihr Heimatland zu verlassen. Das Ergebnis dieses Symposiums ist in der Publikation festgehalten.
Die kleine Prosa- und Lyriksammlung der beteiligten Autorinnen Najet Adouani, Rasha Habbal, Widad Nabi, Lina Atfah, Widad Salloum und Khawla Dunia inclusive einer Dokumentation des Symposiums liegt seit Mitte Oktober 2017 vor. Die Organisatorin Rita Thies und die Journalstin und Übersetzerin Larissa Bender stellen die Autorinnen vor.

Das Buch ist zum Preis von 5 € beim Frauenkulturbüro NRW zu beziehen.


„Ohne Worte? Zur Situation geflüchteter Autorinnen“

Expert/innenaustausch am 25. November 2016 im Literaturhaus Köln

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Die Veranstaltung im Literaturhaus Köln widmete sich dem Thema geflüchteter Autorinnen, deren künstlerisches Schaffen sich im Exil als besonders schwierig darstellt. Anders als Musikerinnen oder Bildende Künstlerinnen bildet allein die Sprache ihre künstlerische Ausdrucksmöglichkeit. So können sie nicht mehr in ihrer Muttersprache veröffentlichen und in vielen Fällen sind sie damit auch ihrer Geschichten beraubt.
30 Fachleute diskutierten einen ganzen Nachmittag darüber, wie es gelingen kann, dass Schriftstellerinnen mit Exilhintergrund nicht verstummen müssen. Unter den Teilnehmer/innen waren neben sechs betroffenen Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum, Übersetzer/innen, Verleger/innen, Journalist/innen, Vertreter/innen des PEN-Zentrums, des Kulturministeriums und des Landtags NRW.

Initiiert und organisiert wurde der Dialog vom Frauenkulturbüro NRW in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Köln, das bereits einige wegweisende Projekte mit geflüchteten Autorinnen und Autoren realisiert.
Ein Reader zu der Veranstaltung ist in Arbeit.