„Ohne Worte? – Mit anderen Worten“

„Mit anderen Worten“ – Lesungen mit geflüchteten Autorinnen 

 

Auf Einladung des Frauenkulturbüros NRW und des Literaturhauses Köln trafen sich Expert*innen und geflüchtete Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum zu einem fachlichen Austausch, u.a. um herauszufinden, was mit Autorinnen geschieht, die gezwungen waren, ihr Heimatland zu verlassen. Das Ergebnis dieses Symposiums ist in der Publikation festgehalten.
Die kleine Prosa- und Lyriksammlung der beteiligten Autorinnen Najet Adouani, Rasha Habbal, Widad Nabi, Lina Atfah, Widad Salloum und Khawla Dunia inclusive einer Dokumentation des Symposiums liegt seit Oktober 2017 vor. Die Organisatorin Rita Thies und die Journalistin und Übersetzerin Larissa Bender stellen die Autorinnen vor.

Das Buch ist zum Preis von 5 € beim Frauenkulturbüro NRW zu beziehen.

Weitere Lesungen können über das Frauenkulturbüro kommuniziert werden, die Kosten müssen von den Veranstalter*innen übernommen werden.
Ihre Ansprechpartnerin ist Ursula Theißen info @ frauenkulturbuero-nrw.de


Najet Adouani, Rasha Habbal, Widad Nabi, Lina Atfah, Widad Salloum und Khawla Dunia lasen im Literaturhaus Köln und im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld 

Weiterschreiben im deutschen Exil, das bedeutet für Autorinnen, die aus dem arabischen Sprachraum geflüchtete sind, eine mehrfache Herausforderung: Nicht nur, dass die Einordnung als „Flüchtlinge“ den Blick auf die Künstlerinnen verstellt, sie sind auch ihrem Werkzeug, ihrer Sprache, beraubt und müssen das Deutsche erst mühsam lernen. Damit sie für ihre Arbeiten ein Publikum in Deutschland finden können, brauchen sie Übersetzungen.   


„Ohne Worte? Zur Situation geflüchteter Autorinnen“

Expert/innenaustausch im Literaturhaus Köln

Die Veranstaltung im Literaturhaus Köln widmete sich dem Thema geflüchteter Autorinnen, deren künstlerisches Schaffen sich im Exil als besonders schwierig darstellt. Anders als Musikerinnen oder Bildende Künstlerinnen bildet allein die Sprache ihre künstlerische Ausdrucksmöglichkeit. So können sie nicht mehr in ihrer Muttersprache veröffentlichen und in vielen Fällen sind sie damit auch ihrer Geschichten beraubt.
30 Fachleute diskutierten einen ganzen Nachmittag darüber, wie es gelingen kann, dass Schriftstellerinnen mit Exilhintergrund nicht verstummen müssen. Unter den Teilnehmer/innen waren neben sechs betroffenen Autorinnen aus dem arabischen Sprachraum, Übersetzer/innen, Verleger/innen, Journalist/innen, Vertreter/innen des PEN-Zentrums, des Kulturministeriums und des Landtags NRW.

Initiiert und organisiert wurde der Dialog vom Frauenkulturbüro NRW in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Köln, das bereits einige wegweisende Projekte mit geflüchteten Autorinnen und Autoren realisiert.