{"id":6535,"date":"2014-01-13T11:44:46","date_gmt":"2014-01-13T11:44:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/?page_id=6535"},"modified":"2024-01-29T08:26:38","modified_gmt":"2024-01-29T08:26:38","slug":"stipendien-archiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/?page_id=6535","title":{"rendered":"Juryarbeit"},"content":{"rendered":"<h2>&#8222;Pr\u00e4senz vor Ort \u2013 Stipendien f\u00fcr K\u00fcnstlerinnen mit Kindern&#8220;<\/h2>\n<p>Diese Seite informiert dar\u00fcber, welche Jurybesetzungen welche K\u00fcnstlerinnen ausgew\u00e4hlt haben und liefert die Begr\u00fcndungen f\u00fcr die Auswahl der vergangenen Jahre. Die Stipendien werden im 2-Jahres-Rhythmus vergeben. Da die Stipendien seit 2015 ganzj\u00e4hrig laufen, w\u00e4hlte die Jury bereits im Vorjahr aus. In 2024 konnte die monatliche F\u00f6rderung in H\u00f6he von 700 \u20ac auf 1.000 \u20ac erh\u00f6ht werden.<br \/>\nBis 2015 wurden die Stipendien im Bereich Bildende Kunst vergeben, bis 2020 f\u00fcr Musikerinnen mit Kindern und seit 2022 in den Performing Arts.<\/p>\n<h2>Stipendiatinnen 2024<\/h2>\n<p><strong>Clara Gohmert<br \/>\nMarie Zo\u00e9 Buchholz<br \/>\nMirjam Schmuck<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2023 <\/strong><\/p>\n<p>Stephanie Thiersch<br \/>\nProf.in Beate Baron<br \/>\nIrina-Simona B\u00e2rc\u00e2<br \/>\nJanis El-Bira<br \/>\nSarah Fartuun Heinze<br \/>\nAnna Melcher<br \/>\nDietmar Kobboldt<\/p>\n<p><strong>Jurybegr\u00fcndung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Clara Gohmert<\/strong><br \/>\nMit der Mitbegr\u00fcnderin des Jugendtheaterkollektivs Armada Theater, Clara Gohmert (Velbert), hat die Jury eine Theatermacherin f\u00fcr das Stipendium \u201ePr\u00e4senz vor Ort\u201c ausgew\u00e4hlt, welche nicht nur Kinder und Jugendliche begeistert, sondern sich intergenerativ mit den gro\u00dfen Themen unserer Zeit auseinandersetzt. Mit Humor und Leichtigkeit entwickelt sie in einem partizipierend-kooperativen Ansatz mit ihrer ureigenen Miniaturobjekttheater-\u00c4sthetik, St\u00fccke zu \u00f6kologischen Themen wie bspw. dem menschengemachten Klimawandel, der globalen Verteilung von Ressourcen oder auch \u00fcber das Miteinander von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren. Mit ihrem interdisziplin\u00e4ren und interkulturellen Team erarbeitet sie ihren vielf\u00e4ltigen Live-Projekte bspw. von einer TV-Infotainment-Show bis hin zu einem Live-Katastrophen-Film, welcher mit Live-Kamera &amp; Live-Musik und selbstgebauten B\u00fchnen und Objekten arbeitet und versucht die Folgen unseres Handelns in einer sehr komplexen Welt zu verdeutlichen. Zugleich bem\u00fcht sie sich mit ihrem Team um Nachhaltigkeit in ihren Produktionen, umso vorbildhaft jungen Menschen Hoffnung f\u00fcr ihre Zukunft zu geben.<br \/>\nhttps:\/\/www.armada-theater.de<\/p>\n<p><strong>Marie-Zoe Buchholz<br \/>\n<\/strong>Die Jury freut sich sehr, die Performerin und Choreographin, Marie-Zoe Buchholz (D\u00fcsseldorf) als Stipendiatin f\u00fcr das Jahr 2024 ausw\u00e4hlen zu d\u00fcrfen. Marie-Zoe Buchholz reflektiert mit ihren Arbeiten \u00fcber Transformation und die (Wieder)Aneignung von K\u00f6rper und Raum bzw. das Verh\u00e4ltnis von Macht und Marginalisierung. Die Inklusion, Sichtbarkeit und das Empowerment strukturell diskriminierter Personen und deren Geschichten stehen dabei im Fokus ihrer Arbeit.<br \/>\nAls Schl\u00fcsselfigur der deutschen Ballroomculture und ihrer \u00e4sthetischen Praxis im Urban Dance schafft sie es mit ihrer intersektional-feministischen und diskriminierungssensiblen Perspektive nicht nur in ihrem k\u00fcnstlerischen Schaffen Narrative aufzubrechen und mit verdr\u00e4ngten Geschichten zu empowern, sondern wirkt aktivistisch tief in die strukturellen Traditionen der Performing Arts und schafft Zug\u00e4nge und Sichtbarkeit.<br \/>\nSie steht f\u00fcr eine Generation K\u00fcnstler*innen die sich in Urbanen Stilen und Black Culture ausgebildet haben und den l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Platz f\u00fcr diese Kunstformen im zeitgen\u00f6ssischen und klassischen Kanon einfordern.\u00a0https:\/\/theartofzoe.com<\/p>\n<p><strong>Mirjam Schmuck<\/strong><br \/>\nMit der Auswahl der Musiktheaterregisseurin, -entwicklerin und Performerin Mirjam Schmuck (Bochum) positioniert sich die Jury mit Radikalit\u00e4t zu einer allumfassenden K\u00fcnstlerinnenpers\u00f6nlichkeit. Als Regisseurin und Gr\u00fcnderin des Performance-Kollektivs kainkollektiv, das in internationalen Kollaborationen oft gro\u00df angelegte transkulturelle Performance-Projekte zu Europa und seinem<br \/>\n(post-)kolonialen Erbe realisiert, ist Mirjam Schmuck immer wieder auf der Suche nach ihrer eigenen, spezifischen k\u00fcnstlerischen Position und der Realisierung ihrer pers\u00f6nlichen k\u00fcnstlerischen Visionen als Mutter und Feministin.<br \/>\nMit interdisziplin\u00e4ren recherchebasierten Projekten in unterschiedlichsten Formaten sucht sie den Dialog mit vielen K\u00fcnstlerinnen und \u00f6ffnet sinnlich multiperspektivische intime und gesch\u00fctzte M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume mit ihrer Arbeit. R\u00e4ume, die sich zwischen verschiedenen Personen, Kontexten, Orten, Disziplinen, zwischen professionellen und nicht-professionellen Darstellerinnen, zwischen K\u00fcnstlerinnen und Publikum, zwischen Kunst, Aktivismus, Sorgearbeit und Wissensproduktion auftun. Und dies nicht als Graben oder Riss oder L\u00fccke, sondern im Gegenteil: als Band, Verbindung, Verflechtung oder Gewebe,als geteilter Raum. F\u00fcr Praktiken des (Zu-)H\u00f6rens, (Mit-)Teilens, Sorgetragens und Ko-Produzierens findet sie empowernde Praktiken im Spannungsfeld feministischer k\u00fcnstlerischer Praxis und Care-Arbeit &#8211; eine dezidierte feministische Konzeption. www.kainkollektiv.de<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Stipendiatinnen 2022<\/h2>\n<p><strong>Eva-Maria Baumeister<\/strong><br \/>\n<strong>Alejandra Jara<\/strong><br \/>\n<strong>Bianca K\u00fcnzel<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2021<\/strong><br \/>\nElisabeth St\u00f6ppler<br \/>\nAndrea Kramer<br \/>\nPetra Barabasch<br \/>\nStefan Keim<br \/>\nAngie Hiesl<br \/>\nCarena Schlewitt<br \/>\nRichard Siegal<u><\/u><\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p>Die siebenk\u00f6pfige 2-stufige Fachjury mit Elisabeth St\u00f6ppler, Andrea Kramer, Petra Barabasch, Stefan Keim, Angie Hiesl, Carena Schlewitt und Richard Siegal hat unter 36 Bewerbungen drei Stipendiatinnen f\u00fcr das Stipendium \u201ePr\u00e4senz vor Ort \u2013 K\u00fcnstlerinnen mit Kind\u201c in der Sparte Performing Arts ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die <strong>Regisseurin und Performerin Bianca K\u00fcnzel (D\u00fcsseldorf) <\/strong>ist Gr\u00fcnderin der Kollektive waltraud900 und projekt.il und l\u00e4sst theatrale Partituren zwischen Theater, Installation und Performance, die sich in direkter Auseinandersetzung mit Themen des \u00f6ffentlichen Raumes befinden, entstehen. Immer wieder steht die Frage nach der Abh\u00e4ngigkeit des Individuums im Kontext gesellschaftlicher Erwartung im Zentrum.<\/p>\n<p>Neben ihren grenz\u00fcberschreitenden Theaterformaten besch\u00e4ftigt sich Bianca K\u00fcnzel mit der Schaffung von hierarchiefreien Arbeitsstrukturen in den Darstellenden K\u00fcnsten, um so Vernetzung und Verbindung unter K\u00fcnstler*innen zu f\u00f6rdern und R\u00e4ume f\u00fcr Austausch und Inspiration zu kreieren.<\/p>\n<p>Mit einem Feminismus kritischem Blick arbeitet Bianca K\u00fcnzel in ihrem Projekt \u201eGrandmother\u2018s of Future\u201c mit biografischen Ans\u00e4tzen und Familienrecherchen im Kontext ihrer pers\u00f6nlichen Familiengeschichte und sucht nach verbindenden Momenten der weiblichen Protagonist*innen. Ihr genuines solidarisches Anliegen, ein partizipatives Netzwerk f\u00fcr K\u00fcnstler*innen aus aller Welt zu entwickeln, um gemeinsam nach Formen von weiblicher Zukunft zu suchen, steht hier im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Die <strong>Regisseurin, Performerin und Kuratorin Eva Maria Baumeister (K\u00f6ln) <\/strong>bewegt sich mit ihrer Arbeit an der Schnittstelle von (Musik)-Theater, Performance und H\u00f6rspiel &#8211; oft im \u00f6ffentlichen Raum.<\/p>\n<p>Eva Maria Baumeister besch\u00e4ftigt sich in ihrer Kunst mit Machtgef\u00e4llen und der damit h\u00e4ufig verbundenen Ohnmacht. Sie verweist auf die fragw\u00fcrdige gesellschaftliche Akzeptanz, dass Ausgeliefertsein und Unsicherheit f\u00fcr jeden Menschen zu einem wesentlichen Teil der Realit\u00e4t geworden ist und sich diese Gef\u00fchlswelten in gesellschaftlichen Tendenzen und Bewegungen niederschlagen. In ihren Arbeiten schafft sie komplexe und kreative Handlungsspielr\u00e4ume und regt damit polarisierendes Nachdenken und Auseinandersetzungen an. Die Jury begeistert diese Setzung, die das Aufeinandertreffen von Wissenschaft und Kunst einfordert und in der Gr\u00fcndung des interdisziplin\u00e4ren Kollektivs (K\u00fcnstler*innen aus verschiedenen Genres) POLAR PUBLIK e.V. gipfelt.<\/p>\n<p><strong>Alejandra Jara<\/strong><br \/>\nDas \u00d6ffnen f\u00fcr andere Perspektiven und Ans\u00e4tze ist eine genuine Notwendigkeit dieses genre\u00fcbergreifenden Arbeitsprozesses und gleichzeitig die Voraussetzung, um authentisch den partizipativen Diskurs \u00fcber gesellschaftliche Bedeutungshoheit \u00fcberhaupt f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Kern ihrer Arbeit geht es um die emotionale Ausdrucksf\u00e4higkeit des K\u00f6rpers, um die Abwendung von der Welt und Hinwendung zur Innerlichkeit. Alejandra Jara positioniert sich gegen eine Zwecksetzung von Kunst, sie konzentriert sich ganz auf den K\u00f6rper und die Entwicklung einer t\u00e4nzerischen und choreografischen Gef\u00fchlssprache.<\/p>\n<p>Mit unglaublicher Leidenschaft widmet sich Alejandra Jara dieser Radikalit\u00e4t des Ausdrucks, verschiebt und hinterfragt somit die klassischen Grenzen von Tanz und Ballett.<\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2020<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Helen Bledsoe\u00a0 <\/strong><br \/>\n<strong>Laia Genc <\/strong><br \/>\n<strong>Barbara Streil\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2019<\/strong><br \/>\n<strong>Vorjury<\/strong><br \/>\nNorbert Traw\u00f6ger, Musikdramaturg, Intendant Kepler Salon Linz<br \/>\nChristina Fuchs, Saxophon<br \/>\nXenia L\u00f6ffler, Oboe, Akademie f\u00fcr Alte Musik Berlin<\/p>\n<p><strong>Hauptjury<\/strong><br \/>\nDr. Heike Stumpf, Landesmusikrat NRW, stellvertr. Generalsekret\u00e4rin<br \/>\nUlrike Sch\u00e4fer \u2013 Solocellistin G\u00fcrzenich Orchester<br \/>\nNorbert Traw\u00f6ger \u2013 K\u00fcnstlerischer Direktor Bruckner Orchester Linz<br \/>\nLutz Rademacher \u2013 GMD Detmold<br \/>\nDr. Ruth Seidl \u2013 Vorstandsvorsitzende Frauenkulturb\u00fcro NRW<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Helen Bledsoe<\/strong><br \/>\nDie Fl\u00f6tistin Helen Bledsoe \u00fcberzeugte die Jury mit ihrer technischen Virtuosit\u00e4t und Vielf\u00e4ltigkeit. Als herausragende K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeit bewegt sich Helen Bledsoe vor allem in der Neuen Musik \u2013 auf Fl\u00f6ten aller Gr\u00f6\u00dfen und auf Parch-Instrumenten. Die Dringlichkeit und Sch\u00e4rfe, mit denen sie nach Ausdrucksm\u00f6glichkeiten ihres Instruments und der Wirksamkeit von Kl\u00e4ngen sucht, kennzeichnen ihr Spiel sowohl als Solofl\u00f6tistin als auch bei ihrer kontinuierlichen Ensemblearbeit mit dem in K\u00f6ln ans\u00e4ssigen und international renommierten Ensemble Musikfabrik. Dabei ist ihr die Zusammenarbeit mit Komponist*innen wichtig. Als improvisierende und elektronische Musikerin erforscht sie die Kombination unterschiedlicher Kl\u00e4nge und macht ihr Wissen als Autorin und Kuratorin in Blogs, eigenen Konzertreihen, Publikationen und Tutorials anderen Musiker*innen per Open Source zug\u00e4ngig.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/helenbledsoe.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Laia Genc<\/strong><br \/>\nDie Musik der Jazzpianistin Laia Genc ist auf der Suche nach Identit\u00e4t und authentischem Ausdruck. Sie verbindet Elemente des Jazz, freie Improvisation, orientalische Einfl\u00fcsse und kombiniert diese mit Klangfl\u00e4chen und songhaften Strukturen. Mit ihrer Musik ist sie Grenzg\u00e4ngerin an der Schnittstelle von Jazz und kontempor\u00e4rer Musik, bereichert durch die Einfl\u00fcsse verschiedener Kulturen. Sie musiziert als Pianistin in verschiedenen Formationen vom Duo \u2013 etwa mit dem Saxophonisten Roger Hanschel oder der S\u00e4ngerin Sabine K\u00fchlich \u2013 bis zum Istanbul Composers Orchestra, das sie vom Fl\u00fcgel aus dirigiert. Mit ihrem Trio LiaisonTonique (\u201eSt\u00e4rkende Verbindung\u201c) spielt sie haupts\u00e4chlich eigene St\u00fccke, 2017 erschien die CD \u201eBIRDS\u201c. T\u00e4nzerisch balancierend bewegt sich Laia Genc mit viel musikalischem Charme zwischen verschiedenen musikalischen Genres und erschafft so eine lebendige Musik, die unerh\u00f6rte Geschichten erz\u00e4hlt und den Zuh\u00f6rer mit auf die imagin\u00e4re Reise nimmt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.laiagenc.com\/news\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Barbara Streil<\/strong><br \/>\nAls Gr\u00fcndungsmitglied des Asasello Quartetts hat sich die Violinistin Barbara Streil der Kammermusik gewidmet und arbeitet daran mit, besondere Konzertformen innerhalb des klassischen Streichquartetts zu entwickeln. Ihrem Bed\u00fcrfnis, neue Ausdrucksm\u00f6glichkeiten und Formate zu entwickeln, geht sie zudem im interdisziplin\u00e4ren K\u00f6lner K\u00fcnstlerkollektiv Honolulu Star Productions nach, wo sie f\u00fcr die Verbindung von Kammermusik und Theater zust\u00e4ndig ist. Sie entwickelte das k\u00fcnstlerisch-p\u00e4dagogische Konzept PERFORMusik, in dessen Rahmen sie mehrere Produktionen mit K\u00fcnstler*nnen und Laien auf die B\u00fchne brachte. Doch nicht nur die Entwicklung von interdisziplin\u00e4ren Formaten ist Barbara Streil ein Anliegen, sondern auch die eigene k\u00fcnstlerische Weiterentwicklung als Musikerin im performativen Umfeld. So wirkt sie regelm\u00e4\u00dfig in t\u00e4nzerisch-szenischen Projekten mit u.a. Richard Siegal und Stephanie Thiersch mit, welche die Rolle und \u00c4sthetik von Musiker*innen permanent hinterfragen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.asasello-quartett.eu\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2018<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Sabine Akiko Ahrendt<\/strong><br \/>\n<strong>Eva Bolarinwa<\/strong><br \/>\n<strong>Evelyn Buyken<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2017<\/strong><br \/>\nSusanne Blumenthal, Dirigentin, Pianistin<br \/>\nDietmar Bonnen, Pianist und Komponist<br \/>\nJane Henschel, Mezzosopranistin<br \/>\nUlrike Sch\u00e4fer, Solocellistin G\u00fcrzenich Orchester<br \/>\nDr. Ruth Seidl, Vorsitzende des Frauenkulturb\u00fcros NRW e.V<br \/>\nNorbert Traw\u00f6ger,\u00a0Fl\u00f6tist, Musikdramaturg, Intendant<br \/>\nRobert von Zahn, Generalsekret\u00e4r des Landesmusikrat NRW<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Sabine Akiko Ahrendt<\/strong><br \/>\nDie vielseitige Geigerin Sabine Akiko Ahrendt \u00fcberzeugt die Jury mit hervorragender interpretatorischer und technischer Bef\u00e4higung. Zudem stellt sich Frau Ahrendt den musikalischen Entwicklungen der Gegenwart und ihrer Klangr\u00e4nder \u2013 auch in performativer Hinsicht \u2013 entgegen und entwickelt aufregende interdisziplin\u00e4re Projekte sowohl im Kollektiv als auch zur solistischen Auff\u00fchrung, welche nach neuen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten ihres Instruments dr\u00e4ngen. Sie ist Mitgr\u00fcnderin sowohl von radikal translation, welches die Grenzen zwischen Leinwand und B\u00fchne, zwischen Kino und Konzertsaal auslotet\u00a0als auch vom Ensemble PRAESENZ, in welchem der Schwerpunkt auf der Erarbeitung von Konzertdramaturgien, in denen \u00c4sthetik, Philosophie und spielerische Leichtigkeit zusammenwirken, liegt. Zudem ist sie Mitglied bei verschiedenen Ensembles im Bereich Neue Musik bspw. dem Ensemble Garage und dem Ensemble Contrechamps (Genf).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sabineakiko.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Eva Bolarinwa<\/strong><br \/>\nDie Klarinettistin Eva Bolarinwa hat sich schon sehr fr\u00fch in ihrer Karriere der Kammermusik mit dem Trio Sonartis gewidmet. Ihr herausragendes k\u00fcnstlerisches K\u00f6nnen ist in jeder ihrer musikalischen Interpretation zu h\u00f6ren. Sie fasziniert mit der Ausarbeitung feinster Nuancen, ist aber gleichzeitig kraftvoll, mitrei\u00dfend und gibt sich der Unmittelbarkeit des musikalischen Ausdrucks hin. Durch ihre Begeisterung und musikalischen Neugier widmet sie sich glaubhaft dem Dialog mit dem Publikum und gew\u00e4hrt im Rahmen, der von ihr entwickelten Reihe \u201eHauskonzerte\u201c, dem Publikum einen authentischen und hochqualitativen Einblick in das Denken, F\u00fchlen und Handeln von Musizierenden. Diesen Weg entwickelte sie mit der Gr\u00fcndung eines interdisziplin\u00e4ren KlangKunstFestivals, welches den Dialog mit anderen K\u00fcnsten bspw. Tanz oder Film sucht, weiter fort.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.evaluisebolarinwa.de\/Home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Evelyn Buyken<\/strong><br \/>\nAls Gr\u00fcnderin und Leiterin des C\u00f6lner Barockorchesters vereint die Cellistin und Gambistin Dr. phil. Evelyn Buyken mannigfaltige Facetten ihrer herausragenden k\u00fcnstlerischen Pers\u00f6nlichkeit indem sie von der musikalische Leitung \u00fcber curatorisch-dramaturgische Programmentwicklung bis hin zur konzeptionellen Projektentwicklung das C\u00f6lner Barockorchester pr\u00e4gt und permanent weiterentwickelt. Neben ihrer musikalischen Exzellenz im Bereich historischer Auff\u00fchrungspraxis begleitet Fr. Dr. Buyken ihre Arbeit auch wissenschaftlich und setzt sich nicht nur mit der Spielweise und Form der Alten Musik auseinander, sondern hinterfragt zudem die Stellung des Musikerberufs sowohl im heutigen gesellschaftlichen Kontext als auch in vergangenen gesellschaftlichen Epochen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.coelnerbarockorchester.de\/uber-uns\/musiker\/evelyn-buyken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2016<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Elisabeth Coudoux<\/strong><br \/>\n<strong>Catherine Klipfel<\/strong><br \/>\n<strong>Daniela Petry<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2015<br \/>\n<\/strong>Anette Reisinger, Violinistin Minguet Quartett<br \/>\nDr. Wolfgang Fink,\u00a0ehem. Intendant der Bamberger Symphoniker<br \/>\nSusanne Blumenthal,\u00a0Dirigentin, Pianistin<br \/>\nDr. Robert von Zahn, Generalsekret\u00e4r Landesmusikrat NRW<strong><br \/>\n<\/strong>Dr. Ruth Seidl, MdL, Vorsitzende Frauenkulturb\u00fcro NRW e.V.<br \/>\nHedwig Otten, LVdM NRW<br \/>\nDietmar Bonnen,\u00a0Pianist und Komponist<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Elisabeth Coudoux<\/strong><br \/>\nDie Cellistin Elisabeth Coudoux (K\u00f6ln) \u00fcberzeugte mit ihrem technischen und interpretatorischen K\u00f6nnen. Doch auch die Bereitschaft nach neuen musikalischen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten zu suchen und die tradierten klassischen Wege zu hinterfragen, beeindruckte die Jury. Elisabeth Coudoux bewegt sich sicher in den verschiedensten musikalischen Genres von Jazz \u00fcber Improvisation, hin zu experimenteller Neuer Musik mit interdisziplin\u00e4ren Ans\u00e4tzen im performativen Bereich.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.elisabeth-fuegemann.com\/\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Catherine Klipfel<br \/>\n<\/strong>Ihr k\u00fcnstlerisch herausragendes K\u00f6nnen hat die Pianistin Catherine Klipfel (D\u00fcsseldorf) zu einer gefragten Solistin und Kammermusikpartne-rin gemacht. Seit 2005 ist sie Mitglied im international renommierten Morgenstern Trio, mit dem sie im Jahr 2015 den F\u00f6rderpreis f\u00fcr \u201eJunge K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler\u201c des Landes NRW erhalten hat. Hier verpflichtet Catherine Klipfel ihre solistischen F\u00e4higkeiten bedingungslos der Interpretation im Ensemble. Ihre gereiften Interpretationen faszinieren in der Ausarbeitung feinster Nuancen, sind aber dennoch erf\u00fcllt von einer unb\u00e4ndigen Neugier und Unmittelbarkeit des musikalischen Ausdrucks.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.triorot.de\/klavier.htm\">Homepage Triorot<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.morgensterntrio.de\/\">Homepage Morgenstern Trio<\/a><\/p>\n<p><strong>Daniela Petry<\/strong><br \/>\nDie Kontrabassistin Daniela Petry (Essen) \u00fcberzeugte die Jury mit ihrer spielerischen Pr\u00e4senz und Vielseitigkeit. Mit ihren mutigen Interpretationen ist sie immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten und treibt sich mit ihrem Instrument an den Rand des technisch Machbaren. Durch ihre Neugier bewegt sie sich vorurteilsfrei in der Neuen Musik, im Free Jazz, der Weltmusik, dem Performancebereich, aber auch der klassischen Konzertliteratur.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.danielapetry.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage Daniela Petry<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/gruppemoment.wordpress.com\/\">Gruppe Moment!<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2015<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Vera Lossau<br \/>\nAnja Ciupka<\/strong><br \/>\n<strong>Petra Warrass<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2014<br \/>\n<\/strong>Katharina Mayer, bildende K\u00fcnstlerin, Prof. Hochschule f\u00fcr Gestaltung Iserlohn<br \/>\nJulia Voss, Journalistin,Wissenschaftlerin, FAZ-Redakteurin<br \/>\nRoland Nachtig\u00e4ller, k\u00fcnstlerische Direktor MARTA Herford<br \/>\nGereon Krebber, K\u00fcnstler, Professur Bildhauerei\/Orientierungsbereich Kunstakademie D\u00fcsseldorf<br \/>\nDr. Ruth Seidl, MdL, Vorsitzende Frauenkulturb\u00fcro NRW e.V<br \/>\nNicola Schudy, bildende K\u00fcnstlerin, ehemalige Stipendiatin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Anja Ciupka &#8211;\u00a0<\/strong><strong>Schwerpunkt Rauminstallation<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr die 1975 in Zwickau geborene, inzwischen in D\u00fcsseldorf lebende K\u00fcnstlerin Anja Ciupka liegt der Fokus auf dem Aktionsradius des Raumes. Mittels minimaler Setzungen im Raum, formuliert sie Fragen des pers\u00f6nlichen Erlebens und spiegelt so gesellschaftliche Prozesse. So werden z.B. Gedanken zu Familie und Kindern, aber auch zu Lebensraum und idealer Wohnform als sinnliches und gedankliches Spiel in Form von Textfrag-menten und Objekten untersucht. Anja Ciupka \u00fcberzeugte die Jury durch ihre konsequente Material- und Bildsprache und den forschenden Ansatz in ihrer Arbeit.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.anjaciupka.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Vera Lossau &#8211; Schwerpunkt skulpturale Installation<\/strong><br \/>\n1976 in Haan geboren, wohnhaft in D\u00fcsseldorf ist Vera Lossau eine K\u00fcnstlerin, die durch ihre vielschichtige und komplexe Arbeit auff\u00e4llt. Wesentliches Merkmal all ihrer Werke ist der Karneval der Materialien. Bei aller Materialvielfalt ist jede Arbeit im Zusammenspiel von Inhalt, Material und Form pr\u00e4zise auf den Punkt gebracht. Das Prinzip der Kontextverschiebung ihrer Objektwelten macht Vera Lossau zum Leitgedanken ihres k\u00fcnstlerischen Werkes.Die immer neuen Bez\u00fcge auch zu historischen und kunsthistorischen Werken, die sie aufgreift, neu definiert und gestaltet, machen ihre Arbeiten spannend und lassen den Betrachter nachdenken \u00fcber Momente des Erinnerns und Wiedererkennens.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.vera-lossau.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<p><strong>Petra Warrass &#8211;\u00a0<\/strong><strong>Schwerpunkt Fotografie<br \/>\n<\/strong>Die 1970 in Birkenfeld, Rheinland-Pfalz geborene K\u00fcnstlerin Petra Warrass hat ebenfalls inzwischen ihren Lebensmittelpunkt in D\u00fcsseldorf gefunden. Sie \u00fcberzeugte die Jury durch ihre konsequente Vorgehensweise in ihrem fotografischen Werk. Sie entwickelt in ihrer minimalistischen Sichtweise eine Magie der Objekte.In einem reduziert angelegten inszenatorischen Raum geht es ihr um existenzielle Themen wie Behausung, Heimat und Identit\u00e4t.<br \/>\nDurch kleinste Irritationen stellt sie die Sicherheit der Objektumgebung in Frage. Dadurch entstehen Momente des Unheimlichen, die durch die S\/W Fotografie unterstrichen werden. In besonderer Weise stellen ihre Fotografien Fragen, ohne sie interpretieren zu wollen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/petrawarrass.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Homepage<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bis einschlie\u00dflich 2012 wurden die Stipendien \u00fcber 5 Monate an 5 Bildende K\u00fcnstlerinnen mit je 1.000 \u20ac Stipendiengeld pro Monat ausgezahlt.<\/p>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2012<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Kim Collmer<\/strong><br \/>\n<strong>Tine Bay L\u00fchrssen<\/strong><br \/>\n<strong>Johanna Reich<\/strong><br \/>\n<strong>Martina Sauter<\/strong><br \/>\n<strong>Nicola Schudy<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2012<br \/>\n<\/strong>Christina V\u00e9gh, Leiterin des Bonner Kunstvereins, Vorsitzende der AG Deutscher Kunstvereine<br \/>\nKatia Baudin, Stellvertretende Direktorin Museum Ludwig K\u00f6ln<br \/>\nChristiane Hoffmans, Redakteurin Welt am Sonntag<br \/>\nGerit Christiani, Vorsitzende des Frauenkulturb\u00fcros NRW e.V.<br \/>\nDaniela Risch, Stipendiatin Pr\u00e4senz vor Ort 2010<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Kim Collmer<br \/>\n<\/strong>Der souver\u00e4ne Umgang mit dem animierten Film beeindruckte die Jury. Dabei basieren die Werke Kim Collmers auf dem Zusammenschnitt unterschiedlicher Medien. Sie benutzt die Technik des Animationsfilms, der Installationsfotografie und Aufnahmen aus der Wirklichkeit gleichwertig nebeneinander. Dadurch entstehen Filme und Videos, die kaleidoskopartig unserer medialen Welt einen Spiegel vorhalten.<\/p>\n<p><strong>Tine Bay L\u00fchrssen<br \/>\n<\/strong>Tine Bay L\u00fchrssen reizt mit ihren Videos und Installationen das Thema der Verkn\u00fcpfung von filmischer Projektion und realer Raumgestaltung aus. In ihren Videos vollziehen Personen kleine Handlungen &#8211; wie etwa eine Jalousie herunterziehen. Diese Videos stellt L\u00fchrssen in einen r\u00e4umlichen Kontext, den die K\u00fcnstlerin mit skulpturalen oder zeichnerischen Elementen f\u00fcllt. Die Installationen wirken wie ein surreales Spiel mit der Pr\u00e4senz einer Person, die abwesend ist.<\/p>\n<p><strong>Johanna Reich<br \/>\n<\/strong>Mit dem Verh\u00e4ltnis zwischen menschlicher Figur und Skulptur besch\u00e4ftigt sich Johanna Reich. Mit einer erstaunlichen L\u00e4ssigkeit entwickelt die K\u00fcnstlerin Szenarien, in denen die menschliche Figur Teil einer skulpturalen Inszenierung wird. So verschmilzt eine schwarze Figur mit einem schwarzen Erdloch. Johanna Reich greift f\u00fcr ihre filmisch festgehaltenen Aktionen auf historische Themen zur\u00fcck und setzt sie mit einem augenzwinkernden Blick auf kunsthistorische Vorbilder um.<\/p>\n<p><strong>Martina Sauter<br \/>\n<\/strong>Das Verweben, die Montage von Wirklichkeit und Film ist das Thema von Martina Sauter. In ihren filmischen und fotografischen Arbeiten verwendet sie Filmausschnitte oder Raum-ansichten, die sie mit abstrakten Elementen kontrastiert. Daraus entstehen Arbeiten, die den Betrachter neugierig auf eine Geschichte machen, die sich m\u00f6glicherweise hinter der fotografischen Fassade verbergen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Nicola Schudy<br \/>\n<\/strong>Aufgebrochenes Parkett, Tischplatten mit organisch anmutenden F\u00fcssen, dachluken\u00e4hnliche \u00d6ffnungen im Fu\u00dfboden: Nicola Schudy schafft architektonische Modelle, die in ho-hem Ma\u00dfe irritieren. Dabei lesen sich ihre Raum-Installationen wie ein kritischer Kommentar auf unsere Lebensverh\u00e4ltnisse. Schudy hinterfragt unser Lebens- und Heimatgef\u00fchl, das sich nicht zuletzt durch gebaute R\u00e4ume manifestiert.<\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2010<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Christine Erhard<\/strong><br \/>\n<strong>Isabel Hernandez<\/strong><br \/>\n<strong>Ulrike Kessl<\/strong><br \/>\n<strong>Hyun-Gyoung Kim<\/strong><br \/>\n<strong>Daniela Risch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2010<br \/>\n<\/strong>Frau Dr. Marion Ackermann, Direktorin der D\u00fcsseldorfer Museen K20\/ K21, Vorsitz<br \/>\nBrigitte Dams, Stipendiatin 2008<br \/>\nAnja Nathan-Dorn, Direktorin des K\u00f6lnischen Kunstvereins,<br \/>\nAnnette Reker, Kunstwissenschaftlerin, D\u00fcsseldorf<br \/>\nDr. Christiane Vielhaber, Kulturjournalistin aus K\u00f6ln<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Christine Erhard<\/strong> betritt mit ihren neuen konstruierten Fotografien zunehmend st\u00e4rker formales Neuland. Dabei f\u00fcgt sie auf \u00fcberraschend irritierende Weise Elemente zusammen, die so eigentlich nicht zusammen geh\u00f6ren, die aber einer \u00e4sthetisch zwingenden, inneren Bildlogik gehorchen. Dabei argumentiert die K\u00fcnstlerin sowohl mit malerischen als auch mit architektonisch-r\u00e4umlichen Effekten, die sich gegenseitig bedingen.<\/p>\n<p><strong>Isabel Hernandez<\/strong> erz\u00e4hlt in ihren Foto- und Videoarbeiten mit einer fesselnden Beil\u00e4ufigkeit von der Banalit\u00e4t des Alltags. Einige Aufnahmen besitzen dabei eher dokumentarischen Charakter, andere wiederum wirken wie b\u00fchnenhafte Inszenierungen in der realen Welt. Mit sicherem Gesp\u00fcr f\u00fcr den richtigen Augenblick erzeugt die K\u00fcnstlerin Bilder, die aus der Spannung von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung leben.<\/p>\n<p><strong>Ulrike Kessl<\/strong> ist eine konsequente, immer situationsbezogen arbeitende Raumbesetzerin. Sie schafft mehr oder minder begeh- oder bespielbare Skulpturen, sowohl im \u00f6ffentlichen Stadtraum als auch in geschlossenen, zum Teil ungew\u00f6hnlichen Ausstellungsbereichen. Mit unterschiedlichen Materialien oder auch Objekten arbeitet sie dabei mit oder ganz bewusst auch gegen architektonische Vorgaben. Ihre Zeichnungen verdeutlichen dabei sehr anschaulich den Prozess vom r\u00e4umlichen Denken in die plastische Tat.<\/p>\n<p><strong>Hyun-Gyoung<\/strong> <strong>Kim<\/strong> erweist sich in ihrem zeichnerischen und plastischen Werk als eine humorvolle und fabulierfreudige K\u00fcnstlerin. Das Vokabular ihrer sehr pr\u00e4zise durchdachten und materialsinnlich ausgef\u00fchrten Arbeiten wirkt ebenso eigenst\u00e4ndig wie auch eigenwillig. Die zum Teil bizarren Gesch\u00f6pfe und der mit ihnen hintersinnig in Szene gesetzte Bildwitz sprechen f\u00fcr die hohe Einbildungskraft und den lustvollen Gestaltungswillen dieser K\u00fcnstlerin.<\/p>\n<p><strong>Daniela Risch<\/strong> arbeitet v\u00f6llig unspektakul\u00e4r mit den Medien Foto und Film. Ihre Aufnahmen und bewegten Bilder stellen sich auf sehr beeindruckende Weise in die Tradition der klassischen Portr\u00e4t- und Genre-, bzw. Landschaftsmalerei. So etwa bei der Selbstinszenierung als Mutter der K\u00fcnstlerin in deren Kleidern und Wohnumfeld oder der bei der ruhigen Kamerafahrt entlang eines schmuddeligen Kanals, bei der selbst eine Kl\u00e4ranlage Bildsch\u00f6nheit erlangt. Was zun\u00e4chst altmodisch anmutet, erweist sich dann aber schnell als technisch, \u00e4sthetisch und auch gesellschaftspolitisch ganz auf der H\u00f6he unserer Gegenwart.<\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2008<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Rosa Barba<\/strong><br \/>\n<strong>Brigitte Dams<\/strong><br \/>\n<strong>Daniela Georgieva<\/strong><br \/>\n<strong>Christiane Rasch<\/strong><br \/>\n<strong>Silke Schatz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2008<br \/>\n<\/strong>Dr. Doris Krystof, Kunstwissenschaftlerin K21, D\u00fcsseldorf<br \/>\nLilian Haberer, freie Kunstwissenschaftlerin, K\u00f6ln<br \/>\nSusanne Eser, Kulturwissenschaftlerin, Hannover<br \/>\nAlice Musiol, Stipendiatin Pr\u00e4senz vor Ort 2006<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Rosa Barba<\/strong> initiiert mit ihren Arbeiten eine Reflexion \u00fcber das Medium Film und seine Apparaturen, die sie \u00fcber ein eigenst\u00e4ndiges und vielf\u00e4ltiges mediales Spektrum wie Film, Installation, Sound und Text entstehen l\u00e4sst. Durch das subtile Aufbrechen der verschiedenen Komponenten des Films, wie Ton, Bild und Narration, werden die Nahtstellen atmosph\u00e4rischer Erz\u00e4hlung, zeitlicher Abl\u00e4ufe und architektonischer R\u00e4ume offengelegt.<\/p>\n<p><strong>Brigitte Dams<\/strong> zeichnet sich durch eine konsequente Arbeit mit plastischem Material aus, das im wahrsten Sinne des Wortes aus Schn\u00fcren, Gummischl\u00e4uchen oder Kunststoffr\u00f6hren besteht. Unter R\u00fcckgriff auf unterschiedliche handwerkliche Techniken und T\u00e4tigkeiten wie Flechten, Knoten, Spannen, Dehnen kommen skulptural-r\u00e4umliche und physische Qualit\u00e4ten zum Vorschein, die eine pr\u00e4gnante Auffassung von Materialit\u00e4t artikulieren.<\/p>\n<p><strong>Daniela Georgieva<\/strong> entwickelt mit ihren Videoarbeiten, Collagen und Objekten subtile Erz\u00e4hlungen, die als b\u00fchnenhafte Rauminstallationen in eine poetische und versponnene Welt entf\u00fchren. Kaleidoskopartig kreisen die farb- und formstarken Szenarien um Sehnsucht und Begehren und haben doch meist in der Realit\u00e4t der Gegenwart ihren Ausgangspunkt.<\/p>\n<p><strong>Christiane Rasch<\/strong> verf\u00fcgt \u00fcber einen komplexen k\u00fcnstlerischen Ansatz, der sich durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien und Techniken auszeichnet. Bei aller Zur\u00fcckhaltung entfalten die minimalistischen Holzobjekte ebenso wie die aus folkloristischen Versatzst\u00fccken montierten Fotocollagen oder die transparenten Folienverspannungen eine\u00a0 starke Pr\u00e4senz im Raum.<\/p>\n<p><strong>Silke Schatz<\/strong> entfaltet in ihren gro\u00dfformatigen Zeichnungen und Rauminstallationen eine pr\u00e4gnante und eigenst\u00e4ndige Bildsprache, die Koordinaten der eigenen, erlebten oder tradierten Geschichte aufnimmt. Das Medium Zeichnung wird ihr zum Mittel und zur Topographie subjektiver wie kollektiver Erz\u00e4hlung; in der r\u00e4umlichen Isometrie oder in der Konturen offen legenden Freihandzeichnung sucht sie die Auseinandersetzung mit pers\u00f6nlichen und politisch-kollektiven Erinnerungsstrukturen.<\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Stipendiatinnen 2006<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Kati Faber<\/strong><br \/>\n<strong>Uschi Huber<\/strong><br \/>\n<strong>Katharina Jahnke<\/strong><br \/>\n<strong>Alice Musiol<\/strong><br \/>\n<strong>Anke Schreck<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jury 2006<br \/>\n<\/strong>Magdalena Kroener, Kulturjournalistin<br \/>\nAnja Wiese, K\u00fcnstlerin, Professorin Hochschule Bielefeld<br \/>\nSonia Knopp, Stipendiatin Pr\u00e4senz vor Ort 2004<br \/>\nDr. Rosemarie E. Pahlke, stellvertretende Direktorin Museum am Ostwall, Dortmund<br \/>\nDr. Beate Ermacora, Direktorin, Museum Alte Post, M\u00fclheim<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Jurybegr\u00fcndungen<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Kati Faber<br \/>\n<\/strong>Mit ihren Photographien besetzt Kati Faber eine ganz ungew\u00f6hnliche Position im Bereich der aktuellen Photographie. Bild f\u00fcr Bild f\u00fchrt sie Orte vor, die \u2013 seltsam entr\u00fcckt von der Alltagswelt und ihr dennoch \u00e4hnlich \u2013 beim Betrachter verborgene Sehns\u00fcchte und Erinnerungen wecken. Oft vermischen sich W\u00fcnsche und \u00c4ngste aus Kindertagen, wird die Erinnerung an das Gef\u00fchl des Eigentlich-Fliegen-K\u00f6nnens sp\u00fcrbar oder schmeckt ein Bild nach Sommerferien. Kati Faber findet Bilder, die Erinnerungen erfinden, die zeigen, dass es oft nur eines anderen Standpunktes bedarf, um eine Aussicht in einen Ort zu verwandeln, den wir assoziativ f\u00fcllen k\u00f6nnen und der uns so bereichert. Geschult durch ihren Blick nehmen wir die uns umgebende Welt pl\u00f6tzlich anders wahr.<\/p>\n<p><strong>Uschi Huber<br \/>\n<\/strong>Uschi Huber unterzieht in ihren pr\u00e4zise komponierten Fotografien europ\u00e4ische Autobahnen, internationale Hotelanlagen oder andere anonyme Un- und Nicht-Orte globaler Mobilit\u00e4t akribischer Untersuchungen. Sie h\u00e4lt sie aus einem sachlichen Blickwinkel fest, der uns gleichsam hinter die Kulissen sehen l\u00e4sst. Mit gesch\u00e4rftem Blick f\u00fcr jene Details, die Gem\u00fctlichkeit und exotische Freizeitgef\u00fchle suggerieren sollen, unterbreitet sie entlarvende Dokumentationen, die von der organisatorischen Infrastruktur zeitgen\u00f6ssischer Lebenswelten erz\u00e4hlen. Ihr Interesse an urbanen Geflechten und kultureller Identit\u00e4t setzt Huber auch in ihren Videoarbeiten \u00fcberzeugend um. Dass es der K\u00fcnstlerin um die Sch\u00e4rfung von Wahrnehmung bez\u00fcglich des Alltags und seiner Bildklischees geht, zeigt auch ihr, gemeinsam mit J\u00f6rg Paul Janka, seit Jahren herausgegebenes Magazin \u201eOhio\u201c. Dies ist ein Kunstprojekt, das fotografisches Material aus Archiven, Presse, Werbung oder dem Internet kommentarlos publiziert und die Frage nach dem Gebrauchscharakter von Fotografie stellt.<\/p>\n<p><strong>Katharina Jahnke<br \/>\n<\/strong>Das Ph\u00e4nomen kollektiver \u00c4ngste bildet den inhaltlichen Ausgangspunkt in Katharina Jahnkes Arbeiten, die sie projektbezogen meist in einer Kombination von Zeichnungen, Bannern und skulpturalen Modellen als Rauminstallationen pr\u00e4sentiert. Visuelle oder sprachliche Zitate werden in ein fiktives Szenario \u00fcberf\u00fchrt. Auf roh gezimmerten Sockeln befinden sich etwa zersplitterte Architekturmodelle, die die festungs\u00e4hnlichen H\u00e4user von Hollywoodstars konterkarieren und zeigen, wie die Popularit\u00e4t der Bewohner sich in Angstgef\u00fchle verwandeln kann. Eine Zeichnungsserie erinnert an Coverbilder von Merian-Heften, die Reisewarnungen bein-halten, in einem Wettb\u00fcro liegen l\u00e4dierte Windhunde auf Wandborden, oder ein besticktes Stoffbanner z\u00e4hlt Phobien auf. Mit spielerischer Leichtigkeit und konzeptueller Stringenz untersucht Katharina Jahnke die gesellschaftlichen Mechanismen von Angst, Manipulation und Wahrnehmung und die daraus folgende Konstruktion von Wirklichkeit. Ihr Umgang mit den Medien Skulptur und Zeichnung zeichnen sie als eine K\u00fcnstlerin aus, die im zeitgen\u00f6ssischen Kunstdiskurs ihren Platz hervorragend behaupten und ausbauen kann.<\/p>\n<p><strong>Alice Musiol<br \/>\n<\/strong>Neben ihren Tuschzeichnungen und ihren Stoffarbeiten mit Stickereien hat die Jury besonders die Strenge ihrer Raum- und Bodenarbeiten \u00fcberzeugt, bei denen als verfremdendes Element Kn\u00e4ckebrot, Salzstangen oder Toast Verwendung finden. Das Lebensmittel \u201eBrot\u201c wird als industrielles Produkt, deren N\u00e4hrwert in Frage gestellt wird, fl\u00e4chendeckend eingesetzt. Neben grunds\u00e4tzlichen \u00dcberlegungen zu den Mechanismen menschlicher Grundbed\u00fcrfnisse l\u00e4sst sich Musiols aktueller Schwerpunkt mit dem Thema \u201eZwischen Nomadentum und Sesshaftigkeit\u201c umschreiben. In diesem Kontext hat sie das hoch aktuelle und pers\u00f6nliche erlebte Thema der Migration \u2013 ihre Familie wanderte aus Polen ein \u2013 bei kanadischen Familien mit dem Namen Musiol erforscht.<\/p>\n<p><strong>Anke Schreck<br \/>\n<\/strong>Anke Schreck greift in ihrer Landschaftsmalerei klassische Topoi wie Bergkulissen auf und ver\u00e4ndert die bis dato mit dieser Thematik verbundene schwere Malerei, indem sie nicht \u00d6l auf Leinwand, sondern mit leichtem Strich ihre Panoramen in \u00d6l auf Nessel festh\u00e4lt. Als Vorlage dient h\u00e4ufig das Klischee dieser Landschaft: die Postkarte.Daneben gilt ihre Aufmerksamkeit dem kleinen Format des Aquarells. Hierbei sch\u00e4tzt die Jury besonders die in schneller Manier erstellten Reihen der \u201eKleinen Damenaquarelle\u201c, in denen Schreck keinesfalls \u201edamenhaft\u201c, sondern frech Menschen und Begebenheiten skizziert.<\/p>\n<hr \/>\n<p>***************************work in progress*********************<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Pr\u00e4senz vor Ort \u2013 Stipendien f\u00fcr K\u00fcnstlerinnen mit&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":69,"menu_order":18,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6535","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6535"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6535\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23080,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6535\/revisions\/23080"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/69"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}