{"id":20951,"date":"2022-01-19T12:56:07","date_gmt":"2022-01-19T12:56:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/?p=20951"},"modified":"2022-05-18T15:59:24","modified_gmt":"2022-05-18T15:59:24","slug":"christine-erhard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/?p=20951","title":{"rendered":"Christine Erhard"},"content":{"rendered":"<h2>Bildende K\u00fcnstlerin<\/h2>\n<p>Christine Erhard, 1969 in Baden-W\u00fcrttemberg geboren, studierte von 1992 \u2013 98 an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf bei Prof. Fitz Schwegler. Sie stellt haupts\u00e4chlich fotografische Arbeiten her, die in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen pr\u00e4sentiert wurden. Zu den zahlreichen Auszeichnungen und Stipendien z\u00e4hlt u.a. der K\u00fcnstlerinnenpreis des Landes NRW 2002 (F\u00f6rderpreis), das Stipendium f\u00fcr K\u00fcnstlerinnen mit Kindern im Jahre 2010, sowie 2020 das Stipendium der Stiftung Kunstfonds. Christine Erhard lebt und arbeitet in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p><strong>FKB:<\/strong>\u00a0Christine, du bist nicht nur Fotografin, sondern in erster Linie Bildhauerin. Deinen Fotografien gehen zun\u00e4chst sorgf\u00e4ltig gebaute, architektonisch anmutende Skulpturen voraus. Wie bist du zu dieser Arbeitsweise gekommen? W\u00fcrdest du den gesamten Entstehungsprozess eines Werks einmal exemplarisch beschreiben?<br \/>\n<strong>Christine:<\/strong> Meine Arbeit mit Fotografie begann w\u00e4hrend meines Studiums an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf. Zu Beginn arbeitete ich meist plastisch. Damals entstanden Objekte, die sich zwischen M\u00f6bel und Skulptur bewegten und die ich zu Interieurs arrangierte. Von diesen Objekten und ihren r\u00e4umlichen Konstellationen machte ich Fotografien, anfangs noch in rein dokumentarischer Absicht. Doch allm\u00e4hlich interessierten mich diese Fotos auch unter einem anderen Gesichtspunkt: Ich fing damit an, aus diesem Bildmaterial Collagen und Fotomontagen zu entwickeln, die bald als eigenst\u00e4ndige Werkgruppe neben den Objekten bestanden.<br \/>\nDer handwerkliche Umgang mit fotografischen Bildern setzte sich auch in sp\u00e4tere Arbeiten hinein fort: Fotografisches Bildmaterial (meist aus einem architektonischen Kontext) \u00fcbersetzte ich in Collagen aus farbigem Papier. Diese \u201eReproduktionen\u201c einer Fotovorlage habe ich abfotografiert, also ein weiteres Mal reproduziert. Am Ende standen Fotos, die ihren urspr\u00fcnglichen Bildgegenstand nur noch indirekt in sich trugen, \u00fcberlagert von den Arbeitsspuren eines handwerklichen Prozesses. In sp\u00e4teren Arbeiten habe ich dann begonnen, fotografische Vorlagen wieder zur\u00fcck ins R\u00e4umliche zu \u00fcbertragen, also tats\u00e4chlich r\u00e4umlich zu bauen.<br \/>\nIn dem Bild \u201eDie Fu\u00dfg\u00e4ngerpassage\u201c von 2004 l\u00e4sst sich diese Vorgehensweise ganz gut erkennen: Ausgangspunkt war das Foto einer Fu\u00dfg\u00e4ngerpassage, das ich in einer Architekturzeitschrift gefunden hatte. Nach dieser Vorlage entstand ein anamorphotisch verzerrtes Pappmodell, das ich auf einen vorher festgelegten Kamerastandpunkt hin konstruiert hatte. Die Oberfl\u00e4chen des Modells sind mit Fotos von unterschiedlichen Materialien bezogen (Beton, Pflastersteine, Ziegel) die ich ebenfalls perspektivisch angepasst habe. Mit diesem Modell bin ich dann in den realen st\u00e4dtischen Raum gegangen und habe es dort so positioniert, dass durch den Blickwinkel der Kamera das Modell und der Stadtraum ineinander \u00fcberzugehen scheinen. Zugleich ist in dem Bild aber\u00a0noch der r\u00e4umliche Bruch zwischen Modell und realem Raum vorhanden. Der L -f\u00f6rmige Streifen links im Bild und das Stativ am unteren Rand machen diesen Bruch sichtbar.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-20951 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Die-Fussgaengerpassage-113-x-88-cm-2004.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Die-Fussgaengerpassage-113-x-88-cm-2004-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, Die Fu\u00dfg\u00e4ngerpassage, 113 x 88 cm, 2004\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/DOBRA-IV-80-x-130-cm-2014-1-scaled.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/DOBRA-IV-80-x-130-cm-2014-1-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, DOBRA IV, 80 x 130 cm, 2014\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/SUMA-140-x-99-cm-cm-2018-scaled.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/SUMA-140-x-99-cm-cm-2018-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, SUMA, 140 x 99 cm cm, 2018\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>FKB:\u00a0<\/strong>Kann man deine konstruktivistischen Kompositionen auch als Kritik an der zeitgen\u00f6ssischen Architektur ausgehend vom Brutalismus der 70er Jahre verstehen?<br \/>\n<strong>Christine:<\/strong> Nein, ich verstehe meine Bilder keineswegs als Kritik an der Architektur, die sie zeigen, allerdings auch nicht als eine Hommage an diese. Vielmehr interessiert mich dabei, wie architektonischer Raum \u00fcber fotografische Bilder vermittelt wird. Dabei gibt es eine lange Abbildungsgeschichte von Architektur: Am Bauhaus und in Vorl\u00e4ufern im Werkbund bekam die Architekturfotografie als Darstellungsmedium des \u201eNeuen\u201c eine enorme Bedeutung (Neues Bauen, Neues Sehen, Neue Sachlichkeit). In dieser Zeit entwickelten auch die Architekten ihre eigenen Strategien des Umgangs mit dem fotografischen Medium. Sie benutzten die Fotografie als Vehikel, um ihr Idealbild einer neuen Architektur zu propagieren. In Publikationen und erstmals auch in Ausstellungen entwickelten sich Darstellungsformen in der Fotografie, die stilbildend f\u00fcr das Bauen gewirkt haben. Mich interessieren diese teilweise ikonisch gewordenen Bilder der Moderne.<br \/>\nAm Brutalismus interessiert mich vor allem seine plastisch k\u00f6rperhafte Ausformung, die in diesen Bauten unverh\u00fcllt zutage tritt. Durch das Bauen mit Ortbeton entstanden neue M\u00f6glichkeiten der plastischen Gestaltung, die das Material ebenso wie die Konstruktion unkaschiert nach au\u00dfen stellt. Weil hinter dieser Architektur eine so dezidiert skulpturale Auffassung steht, reizt es mich wohl umso mehr, mich diesem Ph\u00e4nomen auf der Bildebene zu n\u00e4hern und es zugleich skulptural neu zu interpretieren.<\/p>\n<p><strong>FKB:\u00a0<\/strong>Wenn ich deine fr\u00fcheren Arbeiten aus der K\u00fcnstlerinnenpreis-Ausstellung \u201eWonderlands\u201c im Museum K\u00fcppersm\u00fchle 2003 mit den j\u00fcngsten Werken vergleiche, so scheinen sie immer komplexer und abstrakter zu werden. Hat sich dein Thema ver\u00e4ndert?<br \/>\n<strong>Christine:<\/strong> Ich denke eigentlich nicht, dass meine Bilder im Hinblick auf eine bestimmte Thematik entstehen, jedenfalls ist das nichts, was ich mir vornehmen w\u00fcrde. Aber es ist sicher so, dass es gemeinsame Fragestellungen gibt, denen ich mit meinen Bildern schon seit l\u00e4ngerem und immer wieder auf verschiedene Weise nachgehe. Das l\u00e4sst sich exemplarisch an zwei Bildern verdeutlichen, zwischen denen 14 Jahre liegen. Das Bild \u201eDurchgang zu Terrasse\u201c zeigt in n\u00fcchterner und profaner Manier was der Titel bereits ank\u00fcndigt.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-20951 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Christine-Erhard-Durchgang-zur-Terrasse-60-x-825-cm-2003-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Christine-Erhard-Durchgang-zur-Terrasse-60-x-825-cm-2003-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, Durchgang zur Terrasse, 60 x 82,5 cm, 2003\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/B-4B-150-x-1077-cm-2017-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/B-4B-150-x-1077-cm-2017-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, B 4B, 150 x 107,7 cm, 2017\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/UdH-112x162-cm-2020.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/UdH-112x162-cm-2020-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, UdH,112 x162 cm, 2020\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr das Bild benutzte ich, wie schon zuvor in dem anderen Beispiel beschrieben, ein anamorphotisches Modell aus Pappe, das ich nach einem historischen Foto gebaut habe. Dieses Foto zeigt die Stra\u00dfenseite des Hauses Tugendhat in Br\u00fcnn von Mies van der Rohe. Das Modell habe ich auf einem Parkdeck in Wuppertal fotografiert, so dass sich die H\u00f6henlinien der Bergischen Landschaft am Horizont auf dieselbe Weise hinter das Modell legen, wie es in der historischen Aufnahme aus Br\u00fcnn zu sehen ist. Der r\u00e4umliche Bruch zwischen Modell und realer Landschaft wird vor allem in der M- f\u00f6rmigen Partie sp\u00fcrbar, die das Modell oben und seitlich umgibt. Diese Reflexion \u00fcber die Wechselbeziehungen zwischen Bild und Raum findet man auch in j\u00fcngeren Arbeiten. In diesem Beispiel von 2017, \u201eB 4B\u201c sind zwei Bildebenen \u00fcbereinander geblendet. Das ist zum einen eine Malerei von El Lissitzky, deren Fl\u00e4chenkomposition ich auf dem Fu\u00dfboden meines Ateliers real &#8211; r\u00e4umlich mit Holzlatten und St\u00e4ben nachgebaut habe. In diese Konstruktion integriert ist das Foto einer architektonischen Situation, die ich in Belgrad aufgenommen habe. Beide Ebenen, suprematistische Komposition und brutalistisches Architekturfragment liegen hier wie zwei transparente Folien \u00fcbereinander und werden in meinem Foto zu einem neuen formal\u00e4sthetischen Kontext verbunden.<br \/>\nIn beiden Beispielen lassen sich also r\u00e4umliche Br\u00fcche zwischen verschiedenen bildlichen Ebenen erkennen. Vielleicht l\u00e4sst sich sagen, dass in Bildern wie \u201eDurchgang zur Terrasse\u201c oder \u201eDie Fu\u00dfg\u00e4ngerpassage\u201c diese Bruchkanten entlang klar definierter Bildpartien verlaufen, w\u00e4hrend bei j\u00fcngeren Arbeiten wie \u201eB 4 B\u201c diese Br\u00fcche zahlreicher sind und die gesamte Bildkomposition betreffen. Dadurch erscheinen diese Arbeiten dichter und komplexer, als es \u00e4ltere Arbeiten tun.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-3 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-20951 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Die-vierte-Dimension-Museum-fuer-Photographie-Braunschweig-2016-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Die-vierte-Dimension-Museum-fuer-Photographie-Braunschweig-2016-1-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, Die vierte Dimension, Museum f\u00fcr Photographie Braunschweig, 2016\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Christine-Erhard-Bildarchitektur-Coelner-Zimmer-Duesseldorf-2021-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/Christine-Erhard-Bildarchitektur-Coelner-Zimmer-Duesseldorf-2021-1-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, Bildarchitektur, Coelner Zimmer, D\u00fcsseldorf, 2021\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/PP-90x120-cm-2021.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/wp-content\/uploads\/PP-90x120-cm-2021-190x190.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Christine Erhard, PP, 90 x 120 cm, 2021\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>FKB:<\/strong> Als ehemalige Preistr\u00e4gerin und Stipendiatin bist du seit vielen Jahren Mitglied unseres Alumni-Netzwerks. Was bedeutet dir diese Anbindung an das Frauenkulturb\u00fcro? Gibt es vergleichbare K\u00fcnstler*innen-Netzwerke, die du empfehlen kannst?<br \/>\n<strong>Christine:<\/strong> Das Frauenkulturb\u00fcro hat in seiner 30-j\u00e4hrigen Arbeit die Sichtbarkeit von K\u00fcnstlerinnen enorm vorangetrieben. Ich sch\u00e4tze die Vernetzung mit K\u00fcnstlerinnen aus NRW und die kulturpolitische \u00d6ffentlichkeitsarbeit des FKB sehr.\u00a0F\u00fcr meinen k\u00fcnstlerischen Lebenslauf wichtige Ausstellungen &#8211; Wonderlands \u2013 Perspektiven aktueller Photographie, Museum K\u00fcppersm\u00fchle, Duisburg und Alles Gute! 20 Jahre K\u00fcnstlerinnenf\u00f6rderung Nordrhein-Westfalen, Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau \u2013 Stipendien und Preise (K\u00fcnstlerinnenpreis Nordrhein-Westfalen im Bereich Fotografie, F\u00f6rderpreis und Pr\u00e4senz vor Ort: Stipendium f\u00fcr Bildende K\u00fcnstlerinnen mit Kindern des Landes Nordrhein-Westfalen, Mikrostipendium 2020) wurden vom FKB initiiert, kuratiert und finanziell gef\u00f6rdert.<br \/>\nIch w\u00fcnschte mir, dass sich die Arbeit des FKB eines Tages er\u00fcbrigt hat. Leider \u00e4ndert sich das \u00fcber Jahrhunderte gewachsene Verst\u00e4ndnis von m\u00e4nnlich dominierter Kunstgeschichte nur langsam. Immer noch werden mehr K\u00fcnstler als K\u00fcnstlerinnen von Galerien vertreten, sind K\u00fcnstlerinnen in Museen unterrepr\u00e4sentiert und der gender pay gap auf dem Kunstmarkt ist enorm. Um diese und andere Benachteiligungen von Frauen zu beseitigen, bedarf es weiterhin der stetigen kulturpolitischen Lobbyarbeit.<br \/>\nDurch Freundinnen kenne ich das Goldrausch Projekt in Berlin. Es existiert \u00e4hnlich lange wie das FKB und hat zur k\u00fcnstlerischen Sichtbarkeit, wirtschaftlichen Gleichberechtigung und zu einem gro\u00dfem, aktiven Netzwerk von K\u00fcnstlerinnen- haupts\u00e4chlich in Berlin- enorm beigetragen.<\/p>\n<p><strong>FKB:<\/strong> Welche Pl\u00e4ne hast du f\u00fcr das Jahr 2022?<br \/>\n<strong>Christine:<\/strong>\u00a0Das n\u00e4chste wichtige Projekt ist mein Katalogbuch Christine Erhard \u2013 Building Images,\u00a0dass in diesem Fr\u00fchjahr im DISTANZ Verlag erscheinen wird. Die umfangreiche Monografie pr\u00e4sentiert meine wichtigsten Arbeiten und neue Werke.<br \/>\n<span class=\"legende\" style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das Interview f\u00fchrte Heidi Matthias<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das Frauenkulturb\u00fcro hat in seiner 30-j\u00e4hrigen Arbeit die Sichtbarkeit von K\u00fcnstlerinnen enorm vorangetrieben.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":21005,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-20951","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interviews"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20951"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21015,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20951\/revisions\/21015"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/21005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frauenkulturbuero-nrw.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}